Tödliche Gefahr durch die Pille?

Hamburg, 30. September 2009.
Alle großen Zeitungen und Online-Dienste berichten zur Zeit von einer möglicherweise tödlichen Gefahr durch die Pille Yaz.

Die Berichterstattung wurde ausgelöst, durch den Tod einer 21 jährigen Schweizerin und die darazs resultierenden Untersuchungen der Schweizer Arzneimittelbehörde Swissmedic, die einen Zusammenhang zwischen dem Todesfall und der Antibabypille Yaz von Bayer-Schering vermutet. Wie Spiegel Online schreibt, gab es laut Swissmedic in der Schweiz seit 1990 insgesamt neun Berichte von tödlich verlaufenden Lungenembolien, "die mit der Einnahme von Anti-Baby-Pillen in Verbindung gebracht werden".

In einem Artikel von Welt Online wird darauf hingewiesen, dass bei einigen hormonellen Verhütungsprodukten ein bis zu siebenfach erhöhtes Embolie-Risiko gegeben sei. Die Süddeutsche Zeitung zitiert dazu eine Konzernsprecherin des Pharma- und Chemiekonzerns Bayer-Schering "So ein Todesfall ist natürlich immer tragisch, aber es ist bekannt, dass es in ganz seltenen Fällen zu Embolien kommen kann. Das steht auch in der Packungsbeilage".

Welt online schreibt, dass Yaz und Yasmin die Wirkstoffe Drospirenon und Ethinylestradiol enthalten würden. Beide Verhütungsmittel seien bei Frauen beliebt, weil sie zu einer geringeren Gewichtszunahme führen als Pillen der älteren Generation. Doch genau diese Wirkstoffe stehen im Verdacht, das enorm erhöhte Embolie-Risiko auszulösen.

Bereits im Mai 2009 war die Pille Yasmin in die Schlagzeilen geraten, weil ein junges Mädchen eine Lungenembolie erlitten hat und seitdem schwerbehindert ist. Obwohl der Pharmakonzern es nicht als erwiesen ansah, dass die Embolie auf die Einnahme von Yasmin zurückzuführen sei, sagte Bayer-Schering die Übernahme der Kosten für die Rehabilitation in Höhe von umgerechnet 132.000 Euro zu.

Bayer-Schering traut der Pille Yaz laut Spiegel Online in Europa in der Spitze einen niedrigen dreistelligen Millionenumsatz zu, der innerhalb von fünf Jahren erreicht werden solle. In den USA ist Yaz bereits seit 2006 auf dem Markt. Bayers Produktfamilie um Yasmin, zu der neben Yaz noch Yasminelle gehört, war im vergangenen Jahr mit Erlösen von 1,2 Milliarden Euro die umsatzstärkste Medikamentengruppe des Konzerns.

Alternativen zur hormonellen Verhütung, wie etwa die Spirale, die Kupferkette, Kondome, das Diaphragma sowie die Symptothermalmethode und die Temperaturmethode wie myona sie anbietet, wurden bedauerlicherweise in keinem der Artikel erwähnt.

Es muss an dieser Stelle erwähnt sein, dass es falsch wäre, aufgrund solcher Fälle die hormonelle Verhütung generell zu verteufeln. Sie ist in vielen Fällen ratsam und auch sinnvoll, aber ein bewusster und verantwortungsvoller Umgang mit hormoneller Verhütung ist ebenso unumgänglich. Desgleichen jedoch auch die sachliche Auseinandersetzung mit den "natürlichen" Methoden, wie von myona angeboten.
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Weiterführende Links:

Swissmedic: Risiken der Antybabypille
Welt Online: Tod durch Einnahme der Antibabypille?

Spiegel Online: Starb eine Schweizerin durch die Anti-Baby-Pille?
Süddeutsche Online: Lungenembolie wegen der Pille.
Züricher Tagesanzeiger: Fünf Todesfälle nach hormonellen Verhütungsmitteln


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